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Bitcoin Suisse plant eine schreckliche Bilanz im Jahr 2022


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    Die Bitcoin Suisse feiert heuer ihr 10-jähriges Bestehen. Statt Korkenknallen ist bei der Zuger Vorzeige-Krypto-Boutique Sofort-Sanierung angezeigt.

    Das belegen bisher unbemerkt gebliebene Geschäfts-Zahlen für 2022. Sie sind an Horror kaum zu übertreffen.

    Die im Geschäft mit Kunden und im Eigenhandel mit Kryptos eingenommenen Erträge sackten von 145 Millionen im 2021 auf noch 11 Millionen im 2022 ab.

    Spur der Verwüstung (Bitcoin Suisse)

    Meltdown, wie er im Reporting-Wesen selten zu sehen ist.

    Grund ist vor allem das „Proprietary trading“, also was die Bitcoin Suisse-“Cracks” mit ihren eigenen Investments in Bitcoin, Tether et cetera verdienten.

    2022 nahmen sie nicht nur nichts ein, sondern sie verloren. Big time.

    Mit dem „Prop-Trading“ resultierte nämlich ein Minus von 23 Millionen. Im 2021 hatte noch ein Gewinn von über 65 Millionen herausgeschaut.

    Die „insolvency of FTX Group in November 2022 had a far-reaching impact on the crypto industry“, begründen die Bitcoin-Suisse-Chefs in ihrer Einleitung zum Jahresbericht.

    Also nur im Eigenhandel eine Krise? Mitnichten.

    Auch die Gebühren von Kunden fielen rapide, von 54 auf noch 21 Millionen, und die Einnahmen aus den „services provided“ halbierten sich nahezu.

    Kurzum, ein Crash der historischen Sorte.

    Die Folgen in der Erfolgsrechnung sind brutal. Alles tiefrot hier.

    Vor Steuern türmte sich der operative Verlust auf sage und schreibe 53 Millionen – dies nach einem Pre-Tax-Profit von 60 Millionen im 2021.

    Ein Delta Richtung Verderben von 113 Millionen. Weltmeisterlich für überschaubare Zuger Verhältnisse.

    Der Reinverlust wird dann buchhalterisch verkleinert, indem die „Non-operative income and expenses“ auf rekordverdächtige 16 Millionen hochschossen.

    Dahinter steckt eine „Dissolution of general provision for business risks“, also die Auflösung von Rückstellungen für Geschäftsrisiken

    Auflösung von Reserven ausgerechnet im Jahr, in dem sich die Krypto-Welt als riskanter denn je entpuppt hat: How comes?

    Rot passt (Bitcoin Suisse)

    Der Sonderertrag lindert den Schmerz etwas. Unter dem Strich reduziert sich der Verlust, doch fällt dieser mit 34 Millionen immer noch spektakulär aus.

    Wie dramatisch das zurückliegende Jahr war, zeigt ein Blick in die Geldfluss-Rechnung. „Cash flows from operating activities“, minus 82 Millionen.

    Es ist jene Zahl, welche die ganze Dimension des Desasters bei der lange als Pionierin hochgejubelten Bitcoin Suisse auf den Punkt bringt, nämlich:

    Der totale Einbruch im Business im letzten Jahr führte zu enorm viel Cash-Abfluss.

    „Bitcoin Suisse’s financial position remains strong, with ample capitalization, and concluded 2022 with a total equity of CHF 111 million“, senden Präsident und CEO Beruhigungssignale aus.

    Effektiv geht aus dem „Consolidated statement of cash flows“ fürs 2022 hervor, dass die Zuger dringend neue Mittel benötigten.

    Finanzzuschüsse „from borrowings from banks“: 25 Millionen; solche „from borrowings from third parties“: 4,1 Millionen; schliesslich noch „from borrowings from equity holders“: 5 Millionen.

    Total ergibt das 34 Millionen frische Mittel.

    Umgekehrt floss auch viel Geld ab, nämlich 24 Millionen. Wohin? An die Eigentümer. „Repayment of borrowings to equity holders“ steht da.

    Per Saldo aller Zu- und Abflüsse ergibt sich per 31. Dezember 2022 ein „Cash“-Bestand von noch 146 Millionen, Ende 2021 waren es mit 209 Millionen deutlich mehr.

    Full-stop bei Werbung und Informatik (Bitcoin Suisse)

    Noch hat die Bitcoin Suisse also fast 150 Millionen “Sprit” im Tank. Doch die Lage ist ernst. Die Krypto-Brokerin mit dem bekannten Investor Roger Studer im Board müsste voll auf die Bremse stehen.

    Sie tat dies 2022 viel zu spät. Zwar baute sie Personal ab. Doch über das ganze Jahr stieg der durchschnittliche Bestand an Leuten, statt dass er abnahm, und zwar von 216 auf 289 Mitarbeiter.

    Falsche Richtung. Kaum verwunderlich, gingen auch die Löhne und Boni nach oben, nämlich von knapp 40 auf über 44 Millionen.

    Korrigiert hat die Rennleitung die übrigen Ausgaben, und da hauptsächlich bei „Consulting“ und IT. Sparen bei der Informatik? Ein gefährliches Korrigieren bei einer Krypto-Bude.

    Was anderes als IT macht man dort – abgesehen von risky Proptrading?

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    Author: Cory Ortiz

    Last Updated: 1698555122

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